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  • Sahika

Ein Tropfen im Regen - alleine nichts, aber in der Gemeinschaft ein Lebensgeber


Gestern bin ich auf der Suche nach einem guten Dokumentarfilm auf "Home - die Geschichte einer Reise" gestoßen. Es ist ein Film von YANN ARTHUS-BERTRAND, voll von atemberaubend schönen Aufnahmen unserer Erde, doch zugleich voll von erschreckenden Bildern. Der Film schafft es mit leichter Hand, ein wehmütiges, schlechtes Gewissen in dir hervorzubringen und stoßt zum Nachdenken an. Der Film erfüllt seinen Zweck damit sehr gut. Er lässt den Seher mit Entsetzen feststellen, wie gut wir es in unserer scheinheiligen, modernisierten und wohlhabenden industriellen Welt haben. In der wir - privilegiert, in solch einem sicheren Land leben zu können, von dem viele nur Träumen - ohne um unser Leben bangen zu müssen, Essen und Trinken können. Der Film zeigt das sehr eindrucksvoll.

"20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen."

Aber unser Wohlstand - zu welchem Preis also? Ist uns bewusst, dass wir minutenlang unter der Dusche stehen, während in anderen Ländern Menschen stundenlang reisen müssen, um sauberes Wasser zu erhalten?

Ist uns bewusst, dass 98 % aller Landwirte ihre Felder heute noch von Hand versorgen?

In "Zeit online" findet sich eine gute Kritik zum Film und auch die Kommentare sind interessant.

https://www.zeit.de/online/2009/24/home-dokumentarfilm

Der Kommentar, welcher mir jedoch am meisten auffiel, war ein Leser mit der Frage: "Was kann ich JETZT ändern?"

Dies ist sicherlich eine Frage, die sich nicht auf die schnelle Beantworten lässt. Doch was mir stets auffällt - und ich bin sicherlich in vielen Bereich nicht davon ausgenommen - wir unterschätzen oft die Macht und den Entscheidungsspielraum, den wir in dieser Hinsicht haben. Wir entscheiden, was wir konsumieren. Wen wir unterstützen. Ob wir ein Auto brauchen, oder nicht. Wir entscheiden, wann und wie lange wir duschen. Es sind nur kleine Beispiele, die in Anbetracht der großen Probleme lachhaft erscheinen können. Natürlich verändert man damit sicher nicht sogleich die Welt. Und auch nicht das große, übergeordnete Problem. Ein einzelner Regentropfen kann kein Feld bewässern und am Leben erhalten. Doch viele Regentropfen vereinen sich zu etwas Größerem.

Und was kann etwas verändern, wenn nicht Handeln?

Den Film gab es übrigens lange Zeit kostenlos auf Youtube und anderen Kanälen zu sehen.

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