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  • Sahika

Spanien Roadtrip Pt. 5 - Fahren, fahren, Valencia


Die Nacht in der Nähe von Sitges ist also nicht besonders erholsam. Nachdem ich mich spät in einer Seitenstraße hinten in mein Auto gelegt habe, bin ich vor dem Sonnenaufgang wieder wach. Aber egal wie müde man dann ist: der Zauber eines anbrechenden Morgens ist einfach wundervoll! Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre in der Umgebung, die dich vereinnahmt und die nur ein Morgen mit sich bringt. Alles scheint sich voller Ruhe auf den bevorstehenden Tag zu freuen.

Das erste was ich zutun habe heißt nun: Tanken! Ich folge den Anweisungen von google Maps und bin erleichert, als ich mit einem vollgetankten Auto (Und nach dem Besuch eines Klos und eines Waschbecken :)) weiterfahren kann. Das Wetter ist heute nicht heiter. Graue Wolken besetzen den Himmel und am Horizont hinter den Autobahnen leuchten immer wieder Blitze auf.

So fahre ich im schwül-verregneten Wetter Richtung Tarragona. Weit komme ich allerdings nicht. Ich bin wirklich sehr müde, und fahre in Roda de Berà (gehörend zu Tarragona) an einem Kreisel ab. Auf Anhieb finde ich einen Feldweg und einen sehr guten Platz, an dem ich mein Auto abstellen kann. Erleichtert klette ich nach hinten und schlummere gemütlich noch weitere 2 Stunden, während die Regentropfen auf das Auto prasseln.

Deutlich erholt fahre ich nun weiter. Unterwegs verändert sich die Umgebung von Straßen und Meer zur linken und zu rechten plötzlich zu grünen, überschwemmten Flächen ringsherum. Ich staune und erkenne: ich komme gerade am Delta de l'Ebre vorbei. Diesen Punkt hatte ich mir ebenfalls als "Sehenswürdigkeit" aufgeschrieben. Aufgrund der vor mir liegenden Reise und der Tatsache, dass ich gestern nicht sehr schnell voran kam, unternehme ich hier jedoch keinen großen Stop oder eine Wanderung. Es ist ebenfalls wie das Aiguamolls de l'Empordà ein Feuchtgebiet Spaniens. Wieder ein wunderbarer Spot für Naturfans und Vogelliebhaber. Hier mischt sich das Landschaftsbild. Berge, Meer, Felder, Flüsse, überschwemmtes Feuchtgebiet. Hier gibt es übrigens weitere tolle Infos dazu, falls sich jemand dafür interessiert: https://katalonien-tourismus.de/katalonien-nach-regionen/terres-de-lebre-infos

Einen kleinen Umweg lege ich aber natürlich ein und mache ein paar Fotos. Das Feuchtgebiet hat nicht nur seine schönen Seiten: es ist voll mit Stechmücken und sämtlichen anderen, in der Luft schwirrenden Insekten. Kein Wunder also, dass hier so viele Vögel sind - Mahlzeit! :)

Ich führe meinen verregneten Weg weiter nach Valencia. Unterwegs halte ich kaum - im Regen ist auch die Lust nicht besonders groß, sich viel zwischendurch anzusehen. Einen Halt möchte ich aber sehr gerne hervorheben:

Ein wunderschöner Rastplatz auf der Autopista AP7. Geokoordinaten sind im Bild zu finden. Hier blühten Bäume in wunderschönen Fliedertönen. Trotz Regen habe ich hier dann mein Vesper gegessen und natürlich mit den Spatzen vor Ort geteilt :-)

Ziemlich müde komme ich abends in Valencia an. Die Wolken verziehen sich und die Sonne bahnt sich ihren Weg herunter in die Straßen. Was für ein tolles Timing! Natürlich möchte ich mir Valencia ansehen. Ich parke mein Auto vor einen spanischen Dönerladen, löse mir ein Ticket und laufe aus meiner "Stadteinwärts-Position" ein paar Kilometer herunter Richtung Strand. Mir ist bewusst, dass ich nur einen Bruchteil von Valencia sehen werde. Diese Stadt ist auf jeden Fall für einen weiteren Trip eingespeichert! Denn es reiht sich ein ausdrucksstarkes Gebäude an das imposante, nächste. Wenn nicht hierhin für einen City-Trip, wohin sonst!

Da ich meine Kamera im Auto lasse, gibt es von Valencia nur Handy-Fotos. Auch als Fotograf hat man nicht immer Lust, die Kamera ständig mit sich herum zu schleppen.

Nachdem ich Valencia Churros gegessen habe (von denen ich jedoch überraschenderweise leider enttäuscht worden bin, da die Schokosauce eher einer Schokomilch war und die Churros in fett gebadet :)) - fahre ich weiter Richtung Alicante. Wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein, dass ich in Spanien Churros über den Weg laufe oder andersherum :P

So fahre ich in Begleitung spanischer Musik die Straßen entlang. Die Landschaft wird nun immer mediterraner. Die Sonne steht tief und am Horizont erscheinen malerische Szenen. Die dunklen Regenwolken, gebrochen von der Sonne, die gerade untergeht - ein wunderschöner Anblick. Natürlich muss ich wieder halten und Fotos machen.

So halte ich nicht nur einmal. Sondern fahre mehrmals von der Bundesstraße ab, um in einem Örtchen noch ein paar Szenen dieser wundervollen Stimmung einzufangen.

Es ist nun schon spät und ich brauche einen Platz zum Schlafen. Noch eine Nacht soll im Auto überbrückt werden. Ich mache es ganz einfach: Google Maps einschalten und auf gut Glück nach geeigneten Orten suchen. Ich suche mir Cullera heraus. Das sieht schön aus: am Meer und an einem kleinen Berg gelegen.

Nach einigen Kilometern bin ich angekommen. Der erste Kreisel aus der Richtung, aus der ich komme, ist sehr schön hergerichtet. "CULLERA" steht in großen, weißen Buchstaben am Ortseingang. Es scheint ein gepflegter, gemütlicher Urlaubsort zu sein. Eine Burg schmückt die Stadt oben in den steinigen Hügeln. Dieses Panorama gibt dem Städtchen einen ganz besonderen Flair.

Ich mache mich ganz frech in einem Burger King frisch und fahre dann noch eine ganze Weile durch das Örtchen hin und her, ehe ich einen Platz gefunden habe, an dem ich mich zum Schlafen wohlfühle. Buenas noches!

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